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Presseveröffentlichungen und Stellungnahmen

In den letzten Tagen vor dem 25. August 2010 veröffentlichten die Medien folgenden Inhalt:

Der auch in Deutschland verwendete Anti-Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix steht nun unter dem Verdacht schwere Nebenwirkungen zu haben (u. a.  tageszeitung   The Intelligence ). Am Dienstag beschloss die finnische Gesundheitsbehörde mit sofortiger Wirkung weitere Impfungen zu stoppen. Seit der H1N1-Massenimpfung im letzten Herbst und Winter hat sich die Anzahl der Fälle von Narkolepsie bei Kindern von normalerweise drei Fällen jährlich auf mindestens 15 Fälle verfünffacht.

Wie es in dem taz-bericht weiter heißt, war in Finnland im Mai der erste Verdacht über einen möglichen Zusammenhang zwischen Pandemrix und Narkolepsie gemeldet worden.

Auch in Schweden berichtet die Arzneimittelbehörde "Läkemedelsverket" in der vergangenen Woche über 6 gemeldete Verdachtsfälle, in denen Narkolepsie-Symptome in einem Zeitrahmen von ein bis zwei Monaten nach erfolgter Impfung aufgetraten.

Impfungen mit Pandemrix lösen Narkolepsie aus?

Vom Vorstand der DNG wurden die Leiter der Selbsthilfegruppen über diese Informationen unterrichtet.
Prof. Geert Mayer vom wissenschaftlichen Beirat der DNG regte an: "Bitte machen Sie im Internet darauf aufmerksam, dass Betroffene, die einen Zusammenhang vermuten sich in den jeweiligen Referenzkliniken melden."
Ursache sei wohl nicht die H1N1 Infektion sondern der Impfstoff.

Anmerkung von Rolf Barthel:
Weniger als 8 Millionen Dosen des Impfstoffes Pandemrix wurden in Deutschland verbraucht. Wie die Landesgesundheitsminister berichteten waren das etwa nur 20 % der sonst üblichen Impfungen gegen die normale Grippe.

Bei Pandemrix wurden gleich zu Beginn der Impfungen viel mehr Nebenwirkungen (Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen und Fieber kann ausgelöst werden) beobachtet, die vor allem den Wirkungsverstärkern angelastet werden.
Daraus ergibt sich m. E., dass sowohl die Ängste vor der Schweinegrippe zur Impfhysterie der Medien und Gesundheitsverantwortlichen und auch die ersten Informatiomnen über die Nebenwirkungen zur verstärkten Beobachtung der Nebenwirkungen führten.
Ob nun eine Schutzimpfung mit einem Antigen (Hämagglutinin aus der Oberfläche des Virus) oder die Wirkverstärker eine Krankheit auslösen können, muss untersucht werden.
Narkolepsie ist eine seltene Krankheit. Im geschätzten Mittel sind weniger als 0,05 % der Bevölkerung betroffen; das sind in Deutschland etwas 40.000 Menschen. Diagnostiziert sind davon bisher wahrscheinlich nur 10 % . Leider haben wir kein zentrales Narkolepsie-Register.

Bei der Narkolepsie gehen wir vom Forschungsstand aus, dass Narkolepsie überwiegend eine Autoimmunerkrankung ist. Dann braucht es neben einer Veranlagung, irgendwann eine Hypersomnie bzw. Narkolepsie zu entwickeln, wirklich nur einen auslösenden Botenstoff. Schutzimpfungen haben Botenstoffe, die das Immunsystem zum Reagieren anregen sollen.
Das wirft weitere Fragen auf. Z. B.: Wie wahrscheinlich ist es, eine Narkolepsie zu bekommen? Was kann alles die Autoimmunreaktion auslösen? Das kann doch jeder Infekt und auch jede Schutzimpfung sein? Wer forscht daran?

Page maintained by r.barthel@dng-shg-berlin.de , Copyright(c) Rolf Barthel, DNG e.V., Created: 02.01.2005
aktualisiert:     am  Donnerstag, 24.11.2011, 10.16
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